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Ehrenbürger

 

Ehrenbürger Bundespräsident a.D. Johannes Rau, verstorben am 27. Januar 2006

Bundespräsident a.D. Johannes Rau ist seit 13. Februar 1996 Ehrenbürger des Marktes Maroldsweisach. Als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen wurde ihm damals die höchste Auszeichnung einer Gemeinde verliehen. Johannes Rau war als 10jähriger in den Jahren 1941/42 im Rahmen der damaligen Kinderlandverschickung in Maroldsweisach untergebracht. Die Kinderlandverschickung wurde damals wegen drohender Bombardierung des Ruhrgebietes angeordnet. Für fast ein Jahr hielt sich Johannes Rau und sein älterer Bruder Hartmut in Maroldsweisach auf. Beide gingen hier in die Schule. Johannes Rau fiel damals bereits seinem Lehrer und dem Ortspfarrer auf, wegen seiner regen Mitarbeit im Unterricht und der unerschöpflichen Lesesucht in der Pfarramtsbibliothek. Dieser damalige Aufenthalt ist Johannes Rau in guter Erinnerung geblieben. Er hat in all den Jahren ständigen Kontakt und freundschaftliche Verbindung zu unserem Ort und seiner Ersatzfamilie gepflogen. Im Jahr 1994 beging der Markt Maroldsweisach ein Doppeljubiläum, nämlich die 875-jährige erstmalige urkundliche Erwähnung sowie die 225-jährige Marktrechtsverleihung. Johannes Rau hat hierzu die Schirmherrschaft übernommen. „Jetzt bin ich auch Marokaner“ hat Johannes Rau bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Jahr 1996 zum Ausdruck gebracht. Bei seinem Besuch im August 1998  gab Johannes Rau auf die Frage von Gemeinderat Fritz Schmaus, ob er im kommenden Mai für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren wird, die  diplomatische Antwort „warten wir’s mal ab“. Dass die „Marokaner“ tatsächlich den zukünftigen Bundespräsidenten, also den höchsten Mann  der Bundesrepublik Deutschland, zu Gast hatten, haben wahrscheinlich nicht viele vermutet. Die Bürger von Maroldsweisach haben ihrem Ehrenbürger die Glückwünsche mit einem wunderschönen Gratulationsbuch übermittelt. Dass Johannes Rau sich darüber sehr gefreut hat, geht aus dem nachstehenden  Antwortschreiben hervor. Die Zeilen sprechen für sich. Sein letzter Besuch in Maroldsweisach war am 11. Juli 2001. Er machte unseren Bürgerinnen und Bürgern als Bundespräsident zusammen mit seiner Ehefrau Christina die große Ehre. Sein damaliger Besuch als Bundespräsident bleibt unvergeßlich. Auf der nahegelegenen Burgruine Altenstein überzeugte er sich als Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nicht nur von der Notwendigkeit diese bedeutende Ruine zu erhalten, sondern auch von den denkmalpflegerischen Arbeitsmethoden. In seiner Ansprache würdigte er auch nochmals die Weisachtaler Blasmusik, zu der ihr im Jahr 2001 verliehenen "Pro musica Plakette". Herzlich verbunden mit der Blasmusik nahm er den Taktstock in die Hand und dirigierte impulsiv und gekonnt den Marsch "Glück auf, der Steiger kommt".

Sehr geehrter, lieber Herr Bürgermeister Werner Thein,

anläßlich meiner Wahl zum Bundespräsidenten habe ich so viele Glück- und Segenswünsche erhalten, daß ich in einer wahren Briefflut zu ertrinken drohe und trotz großer Anstrengungen erst einem Teil der Gratulantinnen und Gratulanten habe danken können. Und ich weiß nicht, ob ich es je schaffen werde, auf sämtliche Glückwünsche zu antworten. Eine so vortreffliche Glückwunschaktion wie die "meiner" Marokaner kann und darf aber auf keinen Fall ohne gebührende Resonanz bleiben. Wenn ich hinreichend würdigen wollte, was die drei Bürgermeister, der Altbürgermeister, die Mitglieder des Marktgemeinderates, die Repräsentanten des VdK-Ortsverbandes, der Liebenzeller Mission, des CVJM, der SPD-Ortsvereine, des Diakonievereins, des Don Bosco-Jugendhilfszentrums, des Obst- und Gartenbauvereins, der Blasmusikkapelle und der Kirchengemeinden, die Mädchen und Jungen der Grundschule und des Evangelischen Kindergartens und viele, viele Bürgerinnen und Bürger Maroldsweisachs in ein wunderschönes Album geschrieben und gezeichnet, gemalt und geklebt haben, um ihrer Mitfreude über meine Wahl Ausdruck zu geben und mir von Herzen Glück und Segen zu wünschen, müßte ich einen Brief gewaltigen Ausmaßes schreiben. Da ich aber die dazu erforderliche Zeit nicht habe, beschränke ich mich auf einige Sätze und sagen Ihnen: All das hat mich tief bewegt und mir helle Freude bereitet. Ich danke allen Gratulantinnen und Gratulanten, die sich in diesem prächtigen Glückwunschalbum "verewigt" haben, von ganzem Herzen für so viel Zuspruch und für dieses Zeichen persönlicher Verbundenheit. Daß ich mich nicht bei jeder und jedem einzeln bedanken kann, findet hoffentlich Ihr Verständnis. So bitte ich Sie, lieber Bürgermeister Werner Thein, meinen aufrichtig empfundenen Dank und meine herzlichen Grüße so weiterzugeben und - zusagen, daß es alle Beteiligten erfahren. Mit nochmaligem Dank an Sie und Euch alle und mit guten Wünschen von Berlin nach Maroldsweisach bleibe ich Euer
Johannes Rau
 

Ehrenbürger Fritz Klemm, verstorben am 18.12.2011

Die besonderen Verdienste von Herrn Fritz Klemm um seine langjährige Heimatforschung wurde am 27.04.1984 mit der Ernennung zum Ehrenbürger entsprechend gewürdigt. Am 16. April 1948 nahm er in der Volksschule Hafenpreppach seine Lehrtätigkeit auf. Damals begann auch seine Aktivität zum Wohle seiner neuen Heimat. Fritz Klemm hatte großen Anteil am Entstehen des Schulverbandes Maroldsweisach/Pfarrweisach (Link auf Schulverband-Mitglieder herstellen). Fritz Klemm hat jede freie Stunde zur Erkundung seiner näheren Heimat verwendet. In Hafenpreppach hat er ein Schulmuseum geschaffen, das in ganz Franken Anerkennung gefunden hat. Im Jahr 1966 hat er ein Dorfbuch über Hafenpreppach geschrieben. Seine Aufzeichnungen sind für die Marktgemeinde, den Hassbergkreis und für ganz Franken von unschätzbarem geschichtlichen Wert. Seine Erkundungen über alle Ortsteile des Marktes finden sich in dem von ihm herausgegebenen Buch „Rund um den Zeilberg“ wieder. Fritz Klemm steht uns auch heute noch, trotz seines hohen Alters von nahezu 88 Jahren, sehr zur Seite. Er gibt uns oftmals sehr hilfreiche Hinweise und Aufschlüsse zu historischen Vorgängen unseres Raumes. Wir sind ihm sehr dankbar und herzlich verbunden.